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Können FTTH-Netze einen positiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten?
Entdecken Sie die positiven Umweltauswirkungen von Fiber-to-the-Home-Netzen (FTTH) gegenüber anderen Technologien.
Bei der Suche nach schnellem und zuverlässigem Breitband als grundlegender Versorgung hebt sich Fiber-to-the-Home (FTTH) deutlich ab. Können FTTH-Netze einen positiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten? Ja.
FTTH-Netze bieten gegenüber anderen Alternativen erhebliche Umweltvorteile, darunter einen geringeren Energieverbrauch, niedrigere CO2-Emissionen und eine längere Lebensdauer. Dadurch gelten sie als nachhaltigere Wahl für die Zukunft und ermöglichen zugleich hohe Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und eine umweltfreundlichere digitale Landschaft.
Geringerer Energieverbrauch
FTTH-Netze sind sehr energieeffizient und dürften sich durch regelmäßige technologische Fortschritte in diesem Bereich weiter verbessern. Glasfaserkabel benötigen zur Datenübertragung weniger Energie als Kupferkabel, und FTTH-Netze kommen in der Regel mit weniger aktiven Komponenten wie Switches und Routern aus.
Studien nennen eine Verringerung um 85 % gegenüber DSL-Netzen und um 70 % gegenüber Kabelnetzen. Nach Angaben der Fiber Broadband Association sind FTTH-Netze um 95 % energieeffizienter als kupferbasierte Netze. Der Grund dafür ist, dass Glasfaserkabel Daten mit Licht übertragen, das weniger Energie als elektrische Übertragung benötigt.
Niedrigere CO2-Emissionen
Der geringere Energieverbrauch von FTTH-Netzen führt unmittelbar zu niedrigeren CO2-Emissionen. Nach Angaben des FTTH Council Europe könnte ein FTTH-Ausbau über 10 Jahre potenziell 60 Millionen Tonnen CO2-Emissionen einsparen, entsprechend den jährlichen Emissionen von mehr als 12 Millionen Autos.
Eine weitere Studie des Carbon Trust ergab, dass FTTH-Netze die CO2-Emissionen gegenüber Kupfernetzen um bis zu 80 % senken können. Mit fortschreitender FTTH-Technologie benötigen Netze immer weniger Energie für dieselbe Datenübertragung, wodurch zusätzliche Infrastruktur seltener erforderlich ist.
Geringerer Materialeinsatz
Unter Berücksichtigung von Zuverlässigkeit und Bandbreite benötigen FTTH-Netze für Ausbau und Wartung weniger Material als andere Netztechnologien. Glasfaserkabel sind leichter und dünner als Kupferkabel und können unterirdisch oder an Masten geführt werden, wodurch weniger Freileitungen und sonstige Infrastruktur erforderlich sind. Der technologische Fortschritt ermöglicht es optischen Transpondern, immer mehr Bandbreite in vorhandene Kabel einzuspeisen und das optische Spektrum zu optimieren, ohne Kabel oder Infrastruktur zu ersetzen. Dadurch wird der Bedarf an zusätzlicher Verkabelung in gut versorgten Gebieten deutlich verringert oder ganz vermieden und die Infrastruktur effizienter genutzt.
Laut einer Studie des FTTH Council Europe benötigen FTTH-Netze für den Ausbau bis zu 90 % weniger Material als Kupfernetze. Außerdem erfordert FTTH, wie bereits erwähnt, weniger aktive Komponenten als Alternativen, etwa Switches, Router oder Antennen.
Der Eigenwert von Kupfer auf dem Metallmarkt führt zu einem verbreiteten Problem beim Materialverbrauch. Kupfernetze sind wegen ihres Recyclingwerts diebstahlgefährdet und müssen wiederholt ersetzt werden. Dieser fortlaufende Kreislauf gefährdet Sicherheit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit der Netzinfrastruktur insgesamt. Häufige Ersatzmaßnahmen unterbrechen nicht nur die Netzkontinuität, sondern verursachen auch erhebliche wirtschaftliche und ökologische Kosten. Sicherheitsprobleme von Kupfernetzen zu lösen und sicherere Alternativen zu prüfen, sind daher wichtige Schritte zu einer widerstandsfähigen, nachhaltigen und effizienten Netzinfrastruktur der Zukunft.
Längere Lebensdauer
Laut einer Studie der Fiber Broadband Association haben FTTH-Netze eine längere Lebensdauer als andere Technologien. Glasfaserkabel können bis zu 50 Jahre halten und übertreffen damit Kupferkabel, die häufig alle 10 bis 15 Jahre ersetzt werden. Diese Langlebigkeit verringert die Notwendigkeit, neue Kabel herzustellen und zu entsorgen, und reduziert so die Umweltbelastung erheblich.
Weitere Vorteile von FTTH-Netzen
Auch wenn sie nicht unmittelbar mit Umweltvorteilen oder Nachhaltigkeit zusammenhängen, sollten weitere Vorteile von FTTH-Netzen hervorgehoben werden.
Höhere Geschwindigkeiten
FTTH-Netze bieten durch die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung von Glasfaserkabeln höhere Internetgeschwindigkeiten als herkömmliche Kupferkabel.
Geringere Latenz
FTTH-Netze weisen eine geringere Latenz als alternative Technologien auf und verringern dadurch Verzögerungen bei der Datenübertragung. Dies ist besonders wichtig für latenzempfindliche Anwendungen wie Online-Spiele und Videokonferenzen und verbessert das Nutzererlebnis.
Höhere Zuverlässigkeit
FTTH-Netze sind zuverlässiger als andere Technologien. Glasfaserkabel sind weniger anfällig für Störungen und Schäden, was ein stabileres Netz ermöglicht.
Höhere Skalierbarkeit
Ein gut gebautes und vollständig dokumentiertes Glasfasernetz bietet eine äußerst flexible physische und logische Skalierbarkeit.
FTTH verändert nachhaltige Konnektivität
Wie dargestellt, bieten FTTH-Netze mehrere Umweltvorteile und sind damit eine bevorzugte Wahl für die Zukunft. Dazu zählen ein geringerer Energieverbrauch, niedrigere CO2-Emissionen, weniger Materialeinsatz und eine längere Lebensdauer.
Fortlaufende Technologieinvestitionen in der Telekommunikation sollen diese Vorteile weiter ausbauen und werden zweifellos Gemeinschaften zugutekommen, die auf zuverlässige Glasfasernetze angewiesen sind.